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CB 500 Four "Berta"
Die Schwester aus dem Rheinland

Nachdem ich den Entschluss gefasst hatte, die Modellreihe der Honda Fours komplett aufzustellen, suchte ich in verschiedenen Kleinanzeigen Plattformen nach einer Basis für eine 500er. Fündig wurde ich bei einem Schrauber in der Nähe von Köln, der ein unvollendetes Projekt zum Verkauf anbot.
Wie man sieht, handelt es sich nicht um ein komplettes Motorrad, sondern eines in Teilen, welche erst teilweise restauriert sind. Also eine Menge Arbeit und auch Risiko (welche Teile sind noch brauchbar und werde ich es schaffen das alles zusammen zu fügen?) Aber ich bin ja pensioniert und habe Zeit...
In Köln lebt Bert, ein ehemaliger Kollege aus gemeinsamen Studienjahren. Da ich nicht gleich dorthin fahren konnte, rief ich Ihn an und bat Ihn das Motorrad für mich zu besichtigen und zu dokumentieren. Nachdem ich mit dem Verkäufer am Telefon einig war, machten wir uns auf die Reise nach Köln. Eine Reise als WinWin Situation: Ich konnte meinen alten Freund Bert wieder treffen und Natascha Ihre Freundin Mariana, die ebenfalls in Köln lebt. Zusammen mit Bert und dessen Frau, hatten wir ein schönes Wochenende und kehrten mit einem Haufen Motorradteile zurück in die Schweiz.
Eine von vielen Herausforderungen, die noch folgen:
Die Einfuhr eines Motorrades in die Schweiz ist nicht ganz einfach. Am Zoll muss ein unfassbar kompliziertes Dokument präsentiert werden, welches online, mit unzähligen Codes (die kein normaler Mensch versteht) erstellt wird. Das Formular kann man erst fertigstellen, nachdem ein Zollbeamter, (am Telefon) digital eine Freigabe für die Eingabe in bestimmte Felder erteilt hat. Im Zollamt (z.B. Basel) begibt man sich auf eine Odyssee um den richtigen Schalter zu finden: Deutschland Ausfuhr und Schweiz Einfuhr. Es kann sein, dass man mehrmals zwischen den Schaltern hin und hergeschickt wird. Weil es sich um EU bzw. nicht EU handelt, sprechen die Beamten auch nicht miteinander, und es ist auch niemand da der helfen kann. Unzählige Stempel werden auf Berge Papier gemacht und die deutschen Fahrzeugpapiere vernichtet. Natürlich bezahlt man Zoll und MwSt. All das ist aber Voraussetzung, damit man das Fahrzeug bei uns prüfen lassen und einlösen kann.
Berta musste noch eine Weile warten, bis ich mit der Restaurierung beginnen konnte. Dieses Jahr ist es nun soweit. Das Projekt umfasst den Aufbau eines Motors aus bestehenden Einzelteilen, Instandsetzung aller sicherheitsrelevanten Teile, Räder, Bremsen, Fahrwerk, Elektrik und natürlich die komplette "Kosmetik".
Berta wird wohl das aufwendigste Restaurationsprojekt dieser Serie werden. Und am Schluss werde ich viele Teile aus dieser Sammlung übrig haben die, aufgearbeitet zu verkaufen sind.
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